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Herzlichst, Ihr
Josef Miller





 
22.10.2022
Josef Miller spricht bei Weihe der restaurierten Standarte - Festumzug und Festabend
Niederrieden. Ein großes Ereignis in der Gemeinde Niederrieden war die Weihe der restaurierten Standarte des Wander- und Radfahrervereins. Gefeiert wurde mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Georg, einem Festzug und einem geselligen Festabend im Schützenheim. Die Weihe hätte bereits 2020 zum 110. Jahrestag der ersten Standartenweihe stattfinden sollen.

Nachdem bereits ab 1975 vom Schützen- und Fußballverein organisierte Wandertage stattgefunden hatten, wurde 1991 der Wander- und Radfahrverein wieder gegründet. An der Spitze stand Johann Seitel, sein Stellvertreter wurde Johann Schiefele. Beide sind bis heute im Amt. Von 1992 bis 2016 wurden ohne Unterbrechung Volksradfahren durchgeführt, 1996 auch wieder eine neue Standarte geweiht. Die alte Standarte von 1910 wurde 2018 auf einem Dachboden gefunden, anschließend renoviert und wird heute geweiht.

Staatsminister a.D. Josef Miller  bezeichnete Johann Seitel bei seiner Rede als den  „personifizierten Wander- und Radfahrerverein in Niederrieden“. Seit der Neugründung 1991 organisiere Seitel mit Stellvertreter Schiefele sowie vielen Helferinnen und Helfern den alljährlichen Wandertag. „Dieser Wandertag ist weit über den Landkreis und Schwaben hinaus bekannt und sehr geschätzt“, sagte Miller.
Josef Millers Rede

Die Wandertage am Vatertag in Niederrieden haben sich im Laufe der Zeit einen sehr guten Ruf erworben. In Spitzenzeiten kamen mehr als 1000 Teilnehmer. Zuletzt 2019 waren es 500 Teilnehmer aus Schwaben, Baden-Württemberg, der Schweiz und Österreich. Geschätzt und gelobt wird immer wieder die Organisation, die landschaftlich schöne Wanderstrecke sowie die gute Verpflegung.

Bildunterschrift:
Die Fotos (oben) zeigen die Fahnenabordnung des Schützenvereins Niederrieden sowie den Musikverein vorneweg auf dem Weg zur Kirche. Dahinter Mitglieder des Wander- und Radvereins, des Gemeinderats, heimische Politiker und weitere Gönner. Auf dem Foto daneben ist Staatsminister a.D. Josef Miller, der Unterallgäuer Landrat Alex Eder, Niederriedens Bürgermeister Michael Büchler sowie Mitglieder des Gemeinderates zu sehen. Das Bild unten links zeigt Pfarrer Josef Nowak mit den Ministranten und Mitgliedern des Wander- und Radfahrvereins Niederrieden. Das Foto unten rechts zeigt Josef Miller bei der Geschenkübergabe. Rechts im Bild ist der Vorsitzende des RSV Eisenburg, Johann Seitel, zu sehen, links der zweite RSV-Vorsitzende Johann Schiefele. Der Verein steht Pate für die Standartweihe. Fotos: Hans Fickler 

10.10.2022
Bad Wörishofen. Beim „Festival der Nationen“ in Bad Wörishofen traten 2022 erneut musikalische Weltstars auf, die Besucher sonst nur in den großen Musikmetropolen wie Mailand, München, Paris oder Wien auf der Bühne erleben können. Groß war die Freude der Konzertbesucher darüber, das Festival endlich wieder in der gewohnten Bad Wörishofer Atmosphäre genießen zu können. In den vergangenen beiden Jahren wurde in Bad Wörishofen alles dafür getan, das Festival trotz vorhandener Einschränkungen durchzuführen, die musikalischen Darbietungen stand allerdings unter dem Eindruck der Corona-Pandemie. Das Musikfestival hat sich zu einer festen Einrichtung und einem kulturellen Höhepunkt unter den Kulturveranstaltungen in Bayerisch-Schwaben entwickelt. Vorsitzender des Fördervereins ist der Memminger Staatsminister a.D. Josef Miller.

Das Besondere am Festival ist der Dreiklang: Interpreten von Weltrang, spannende neue Entdeckungen und kulturelle Bildung. Die Dichte der Weltstars beim Festival der Nationen 2022 war kaum noch zu übertreffen. Hinzu kamen die familiäre Atmosphäre und der enge Kontakt zwischen Künstlern und Publikum. „Es war demzufolge kein Wunder, dass jeder Festivalabend mit Beifallsstürmen endete“, zeigte sich Josef Miller angetan.

Eine große Überraschung war zweifelsohne Emmanuel Tjeknavorian: Der junge österreichische Geiger und Dirigent begeisterte mit seinem starken Konzertdebüt in der Kneippstadt. Das Förderprojekt mit Kindern und Jugendlichen erreichte auch dieses Mal mit 2.500 Teilnehmern wieder einen neuen Rekord. Das Konzert des Jugendorchesters des Verbandes der Bayerischen Wirtschaft mit der renommierten Geigerin Julia Fischer war ein Festivalhöhepunkt. Es begeisterte nicht nur das Publikum, sondern auch die teilnehmenden Jungmusiker selber.

Eines steht Josef Miller zufolge bereits seit geraumer Zeit fest: „Bad Wörishofen hat sich zu einen Spitzenplatz unter den Festivalorten erobert. Auch 2023 kommt wieder die Weltelite in die Kneippstadt. Ein Höhepunkt wird sicher das Galakonzert mit der Sängerin Diana Damrau werden, die in Günzburg geboren und aufgewachsen ist. Als Vorsitzender des Fördervereins gilt mein Dank den Gebrüdern Roch, allen Sponsoren und Mitgliedern des Fördervereins sowie den Konzertbesuchern, die von den Weltstars und der einzigartigen Festivalatmosphäre begeistert sind“, so Miller.

Das Festival der Nationen verdankt seinen Ursprung und die Entwicklung den Gebrüdern Winfried und Werner Roch, ohne die es das Festival nicht geben würde. Die Brüder Roch ermöglichen es, dass Künstler von Weltrang in Bad Wörishofen auftreten. Einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg leisten auch die schwäbischen Unternehmerinnen und Unternehmer mit ihrer Unterstützung.

Bildunterschrift: Beim „Festival der Nationen“ in Bad Wörishofen begeistern musikalische Weltstars jedes Jahr aufs Neue die Konzertbesucher – so auch 2022. Unsere Fotomontage zeigt die Programme der vergangenen vier Jahre, das Programm für 2023 (unten links) sowie auf dem Bild unten rechts die Geigen-Virtuosin Julia Fischer gemeinsam mit Staatsminister a.D. Josef Miller, der Vorsitzender des Fördervereins ist. 

26.09.2022
Wasenmoos bei Erkheim vorbildlich für die Zukunft gesichert
Erkheim. In der Gemeinde Erkheim ist sowohl der „Erkheimer Glücksweg“ als auch das neue Feldkreuz eingeweiht worden, das zum Abschluss der baulichen Maßnahmen innerhalb der noch laufenden Flurneuordnung Erkheim II aufgestellt worden war. Das Wasenmoos ist ein ehemaliges Niedermoor von besonderem ökologischem Wert. Es liegt etwa 2,5 Kilometer westlich von Erkheim und gilt mit einer Fläche von zehn Hektar als eines der großflächigsten Moore im Unterallgäu. Erkheims Altbürgermeister Ignaz Heinle, der das Wasenmoos-Projekt dereinst anstieß, erhielt im Rahmen einer Veranstaltung die Ehrenbürgerwürde verliehen.

„Die Bedeutung der Moore war früher in erster Linie mit dem Arten- und Biotopschutz begründet. Durch den Klimaschutz hat deren Bedeutung stark zugenommen“, sagte der langjährige bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller, der ebenfalls an der Veranstaltung teilnahm. Miller weiter: „Die Sicherung von Mooren ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Wie die Wirkung des Moorschutzes im Ausgleich mit allen Beteiligten in Zukunft sicher geregelt werden kann, zeigt vorbildlich das Beispiel im Wasenmoos bei Erkheim. Beide Bürgermeister haben weitsichtig gehandelt, Flächen gekauft und dauerhaft gesichert – das verdient Dank und Anerkennung.“

Der  Erkheimer „Glücksbaum-Pfad“ ist einer der Allgäuer „Glückswege“ und verläuft in einem Teilstück auf einem Weg, der im Zuge der Flurneuordnung Erkheim II gebaut wurde. Der rund neun Kilometer lange Rundweg beinhalte Abschnitte über freie Wiesenflächen und schattige Waldstücke und führe neben dem Wasenmoos auch zur Mariengrotte und einer Kneippanlage am Waldesrand.  

Bildunterschrift:
Erkheims Altbürgermeister Ignaz Heinle, der das Wasenmoos-Projekt dereinst anstieß, erhielt im Rahmen einer Veranstaltung die Ehrenbürgerwürde verliehen. Unser Foto zeigt (von links): Alex Eder (Unterallgäuer Landrat), Christian Seeberger (Bürgermeister der Gemeinde Erkheim), Ignaz Heinle, Christian Kreye (Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung, kurz ALE), der ehemalige Projektleiter Alexander Mayr (ALE), Josef Miller (Staatsminister a.D.) sowie hinter Miller Josef Rampp (ALE Schwaben). Foto: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

23.09.2022
Ämter für Landwirtschaft und Forsten küren die dicksten Buchen im Allgäu
Kaufbeuren. Die Rotbuche ist der Baum des Jahres 2022. Auf dieser Basis haben die Ämter für Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Kaufbeuren, Kempten und Krumbach-Mindelheim die dickste Buche im bayerischen Allgäu gekürt. Unter den vielen Meldungen sind die Verantwortlichen wählte das AELF vier Bäume aus. Die dickste Buche steht demzufolge in Halblech (Ostallgäu). Platz zwei geht in die höchstgelegene Gemeinde des Unterallgäus nach Böhen, der dritte Platz in das Oberallgäu nach Waltenhofen. Den vierten Platz im Wettbewerb belegt Stiefenhofen im Landkreis Lindau.

„Die Buche ist die häufigste Laubbaumart im Allgäu. Von Natur aus ist das Allgäu überwiegend mit Buchenmischwälder bedeckt,“ betonte Stephan Kleiner, Bereichsleiter Forsten AELF Kaufbeuren, bei seiner Begrüßung. Dass der Wettbewerb eine so große Resonanz bei der Bevölkerung findet, damit habe dennoch keiner gerechnet. „Uns haben über 100 Einsendungen mit Fotos erreicht,“ so Simon Östreicher, Bereichsleiter Forsten beim AELF Kempten, „Unser Aufruf, die Bürger sollten sich auf die Suche nach der dicksten Buche im Allgäu machen, hatte Wanderer, passionierte Naturfreunde und vom Jagdfieber gepackte Baumsucher „en masse“ in Wald und Flur getrieben,“ ergänzte der Mindelheimer Bereichsleiter, Stefan Friedrich.

Die Gewinner des Wettbewerbs wurden im Rahmen einer Preisverleihung im Grünen Zentrum Kaufbeuren von Staatsminister a.D. Josef Miller und der amtierenden Bayerische Waldkönigin Antonia Hegele verkündet. Miller, von 1998 – 2008 Bayerischer Landwirtschaftsminister lobte insbesondere die Eigentümer der alten Buchen: „Sie haben über Generationen hinweg diese Raritäten auf freiwilliger Basis erhalten. Schenken Sie bitte den Baum-Methusalems weiterhin den Platz, an dem sie stehen.“

Ferner sagte Miller: „Die Rotbuche wird als „Mutter des Waldes“ bezeichnet und in Bayern mit rund 14 Prozent der Waldfläche die häufigste Laubbaumart. Durch ihr tiefgehendes Herzwurzelsystem trotzt sie stärker dem Wind als die flachwurzelnde Fichte. Das gilt ebenfalls für die Wasserversorgung. Die Buche ist für den Umbau von Fichten- oder Kieferreinbestände hervorragend geeignet. Wir sehen an der Verjüngung der Buche auch, dass diese Bäume anpassungsfähiger sind. Als wichtiger Laubbaum leistet die Buche im Rahmen einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und dem Umbau der Wälder einen essenziellen Beitrag zum Klimaschutz und zur Ökologie unserer Wälder.“ Josef Millers Rede

Die Sieger-Buche steht im Gemeindewald Halblech im Ammergebirge. Die uralte Buche, die einen Stammumfang von 669 Zentimeter hat, hat bereits viele Stürme und Winter überlebt. Trotzdem ist sie noch vital und treibt jedes Jahr wieder frische Triebe aus. Antonia Hegele, Bayerische Waldkönigin, überreichte Wettbewerbssieger Thomas Krün einen Gutschein für einen Alpenrundflug. „Ich wünsche mir angesichts dieses Wettbewerbes sehr, dass die Wertigkeit des Waldes noch tiefer ins Bewusstsein der Menschen dringt und vor allem Kinder wieder dahin geführt werden, zu erkennen, wie wichtig ein gesunder Wald ist“, sagte Waldkönigin Hegele. Der zweite Platz ging in die Gemeinde Böhen im Unterallgäu. Helmut Zettler meldete den Baum, der einen Umfang von 655 Zentimeter hat. Platz drei der dicksten Allgäuer Buchen geht mit einem Stammumfang von 589 Zentimetern in den Landkreis Oberallgäu in das Gemeindegebiet Waltenhofen. Die Buche wurde zuerst von Max Kulmus gemeldet. Den vierten Platz belegte die Buche von Markus und Hermine Müller aus Stiefenhofen. Der Baum ist 418 Zentimeter dick.


Bildunterschrift: Die Ämter für Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Kaufbeuren, Kempten und Krumbach-Mindelheim haben die dicksten Buchen im bayerischen Allgäu gekürt. Die dickste Buche steht in Halblech (Ostallgäu). Platz zwei geht in die höchstgelegene Gemeinde des Unterallgäus nach Böhen, der dritte Platz in das Oberallgäu nach Waltenhofen, Platz vier nach Stiefenhofen (Lindau). Die drei Fotos oben zeigen von links die drei erstplatzierten Bäume aus Halblech, Böhen und Waltenhofen. Die Fotos unten (von links) entstanden bei der Auszeichnungsfeier und zeigen von links die drei Erstplatzierten aus Halblech, Böhen und Waltenhofen. Das linke Bild zeigt (von links): Staatsminister a. D. Josef Miller, den Bürgermeister von Halblech, Johann Gschwill, die Bayerische Waldkönigin Antonia Hegele, Wettbewerbssieger Thomas Krün, Ann-Charlotte Schneider sowie Stephan Kleiner (Bereichsleiter Forsten AELF Kaufbeuren). Das Foto in der Mitte zeigt neben Miller und Hegele das Ehepaar Zettler sowie Dr. Stephan Friedrich (Bereichsleiter Forsten AELF Mindelheim). Das Foto rechts unten zeigt neben Miller und Hegele Max Kulmus sowie Simon Östreicher (Bereichsleiter Forsten AELF Kempten). Fotos: Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren

19.07.2022
Rathausempfang zum 75. Geburtstag für Memminger Staatsministers a.D. - Edmund Stoiber hält Laudatio, Pikeniere stehen Spalier
Memmingen. Zum 75. Geburtstag von Staatsminister a.D. Josef Miller würdigten politische Weggefährten bei einem Empfang im Rathaus die Lebensleistung des Memminger Ehrenbürgers. Ministerpräsident a.D. Dr. Edmund Stoiber beschrieb Josef Miller, der zehn Jahre lang (1998-2008) als Landwirtschaftsminister seinem Kabinett angehörte, als einen Politiker, der in der politischen Auseinandersetzung sein Ziel klar verfolgt habe, aber dabei auch immer einen Ausgleich angestrebt habe. Josef Miller stehe für hohe Kompetenz, Glaubwürdigkeit und Loyalität. „Du hast Konflikte immer so gelöst, dass die Leute in den Politiker und Menschen Josef Miller Vertrauen hatten. Das ist nicht jedem gegeben. Damit hast du auch ein Stück Stabilität in unsere Republik gebracht“, betonte Ministerpräsident a.D. Stoiber. „Du warst einer der Allerbesten in der Riege der Kabinettsmitglieder in meiner 14 ½ jährigen Regierungszeit als Ministerpräsident.“

Mit einem Ehrenspalier hießen Pikeniere den Jubilar mit Ehefrau Elisabeth Miller und den Festgästen vor dem Rathaus willkommen. Josef Miller ist Ehrenmitglied der Wallensteingruppe der Pikeniere. Oberbürgermeister Manfred Schilder ließ in seiner Begrüßung wichtige Etappen im Leben des Memminger Ehrenbürgers Revue passieren. Josef Miller stammt aus einer Landwirtschaft in Oberschöneberg. Er absolvierte eine landwirtschaftliche Lehre, machte das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg und studierte Agrarwissenschaften. 1979 wurde er als Redenschreiber für Staatsminister Dr. Hans Eisenmann an das Bayerische Landwirtschaftsministerium geholt. 1985 wurde ihm die Landtagskandidatur für den Stimmkreis Memmingen angetragen. Wie Josef Miller selbst erzählt hatte, war sein bis dahin höchstes öffentliches Amt die Mitgliedschaft im Bürgerausschuss Amendingen gewesen. 1986 wurde er für den Stimmkreis Memmingen in den Landtag gewählt und blieb 27 Jahre Abgeordneter. 1990 wurde er Staatssekretär und blieb es für drei Jahre. 1994 wurde er stv. Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion. 1998 berief ihn schließlich Ministerpräsident Stoiber als Staatsminister für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten in sein Kabinett. Josef Miller füllte das Amt zehn Jahre lang aus und bewältigte manche Krise. 18 Jahre gehörte er dem Memminger Stadtrat an, 23 Jahre war er Kreisvorsitzender des Memminger CSU-Kreisverbands.

„Josef Miller war einer der besten Landwirtschaftsminister, die wir hatten“, betonte Bürgermeisterin Margareta Böckh, die durch das Programm des Empfangs führte. Als einen „respektierten und anerkannten Anwalt der Bauern“ bezeichnete Klaus Holetschek, Staatsminister für Gesundheit und Pflege, den Jubilar. „Du hast tiefe Spuren hinterlassen und nicht nur in der Frage von Fördermitteln für Gebäude oder anderes, sondern Spuren in den Herzen der Menschen, die dich wertschätzen. Darauf kannst Du sehr stolz sein. Vergelt‘s Gott für dieses großartige Engagement“, würdigte Holetschek. Josef Miller sei für ihn politisches Vorbild gewesen. Er setzte sich für vieles mit großer Energie ein. Als Beispiele nannte Holetschek unter anderem den Ausbau der A96 von München nach Lindau oder die Elektrifizierung der Bahnlinie München-Lindau, über die Josef Miller das Buch „München-Lindau unter Strom“ geschrieben habe, das bereits in der 2. Auflage erschienen ist.

Josef Miller, so betonte Ministerpräsident a.D. Stoiber in seiner Laudatio, sei ein Beispiel für einen werteorientierten Politiker des Ausgleichs, den es heute mehr denn je brauche, um das Gemeinwesen in schwieriger Zeit zusammenzuhalten. „Du kommst aus dem ländlichen Bereich. Du weißt, was die Bauern für dieses Land bedeuten. Und du hast dich in den gesellschaftlichen Auseinandersetzungen zwischen Ökonomie und Umwelt immer vor sie gestellt. Ein ständiges Thema, das dein politisches Leben durchzogen hat. Und dir wurde von beiden Seiten Respekt entgegengebracht, den du dir erarbeitet hast und weil du im Umgang miteinander nie Grenzen überschritten hast“, betonte Stoiber.

Josef Miller habe auch eine große Loyalität ausgezeichnet. Stoiber nannte ein Beispiel: „Du bist zur Seite gestanden, um einen ausgeglichenen Haushalt zu bekommen. Zehn Jahre haben wir gearbeitet, bis wir von 2,8 Milliarden Schulden im Haushalt auf Null gekommen sind. Da gab es unendliche Auseinandersetzungen. Du hast die großen Zusammenhänge im Kabinett immer nachvollzogen und vertreten, auch wenn in Deinem Herzen vielleicht ein anderes Ziel, ein anderer Wunsch im Mittelpunkt stand.“

Jubilar Josef Miller dankte seinen langjährigen Weggefährten in einer humorvollen und anekdotenreichen Ansprache. Seine politische Aufgabe fasste er in einem Satz zusammen: „Es war mir ein zentrales Anliegen, mit den Möglichkeiten der Politik, die Ernährungs-, Land, und Forstwirtschaft so zu unterstützen, dass sie die Bewahrung der Schöpfung, die Sicherstellung der Lebensgrundlagen, die gesellschaftlichen Anforderungen und im internationalen Wettbewerb bestehen können. Ich wollte immer die beste Lösung, mit einer guten war ich nicht zufrieden.“ (Pressestelle Stadt Memmingen / Fotos: Alexandra Wehr)


Bildtext: Der Memminger Ehrenbürger Josef Miller erhielt zu seinem 75. Geburtstag einen großen Empfang im Rathaus. Zahlreiche langjährige Weggefährten gratulierten dem früheren bayerischen Landwirtschaftsminister (1998 - 2008). Die Fotos zeigen (im Uhrzeigersinn von links oben) Josef Miller im Ehrenspalier der Pikeniere (im Foto von links): Staatsminister Klaus Holetschek, Altoberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger, Karin Stoiber, Ministerpräsident a.D. Dr. Edmund Stoiber, Elisabeth Miller, Jubilar Josef Miller, Bürgermeisterin Margareta Böckh, Karin Schilder, Oberbürgermeister Manfred Schilder. Das Foto daneben zeigt Oberbürgermeister Manfred Schilder, der dem Eisenbahnfreund Josef Miller den Druck einer Eisenbahnkarte von Mittel-Europa aus dem 1863 überreichte, die im Stadtarchiv erhalten ist in einer „Denkschrift über die von Pasing über Landsberg nach Buchloe zu erbauende Eisenbahn“. Unten links ist Josef Miller bei seiner Rede zu sehen, innerhalb der er seinen langjährigen Weggefährten dankte. Musikalisch wurde die Feierstunde von den Hinterberger Musikanten begleitet, die Josef Miller bereits in seiner Zeit als Minister eng verbunden waren.