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Josef Miller





 
06.07.2021
Memmingens Staatsminister a.D. Josef Miller (rechts) und der CSU-Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke loben das aktuelle ICE-Angebot der Deutschen Bahn. Bei der Premierenfahrt waren beide beim Stopp des ICE in Memmingen vor Ort. Foto: Wiest
Memminger Staatsminister a.D. und CSU-Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke loben aktuelles ICE-Angebot der Deutschen Bahn
Memmingen. Mit dem Intercity-Express (ICE) ohne Zwischenstopp von Berlin nach Bregenz fahren. Das ist seit dem 3. Juli und noch bis zum 11. September möglich. Jeweils samstags fährt ein durchgehender ICE ab 7.11 Uhr von Berlin nach Bregenz. Ankunft dort ist um 15.17 Uhr. In der Gegenrichtung fährt der ICE um 13.10 Uhr in Bregenz ab und kommt um 21.15 Uhr in Berlin an. Bei seiner Premierenfahrt hielt der ICE auch in den Allgäuer Bahnhöfen Buchloe, Memmingen und Lindau. Sehr zur Freude des CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke und des ehemaligen Bayerischen Landwirtschaftsministers Josef Miller.

„Das neue Angebot der Bahn gilt nicht nur für eine Sonderfahrt und auch nicht das ganze Jahr, sondern ausschließlich für die Urlaubsmonate von Samstag den 3. Juli bis zum Samstag 11. September – und dies immer am Samstag. Die Deutsche Bahn knüpft damit an eine Tradition an. Bereits seit längerer Zeit werden Direktverbindungen ins Allgäu mit herkömmlichen Zügen angeboten, für die sich die Fremdenverkehrsorte stark gemacht hatten“, sagt Staatsminister a.D. Josef Miller. 

Der jetzt erstmalig neue ICE-Zug fährt ab Berlin mit Halt in Halle und Erfurt über Augsburg. In der Fuggerstadt wird der Zug getrennt. Die eine Hälfte des Zuges fährt über München nach Innsbruck bis Landeck-Zams, die andere Hälfte von Augsburg nach Buchloe über Memmingen und weiter nach Lindau und Bregenz.

Um mit Strom von Augsburg nach Buchloe fahren zu können, nimmt der ICE einen Umweg über Geltendorf, weil die direkte Strecke Augsburg-Buchloe noch nicht elektrifiziert ist. Stephan Stracke und Josef Miller begrüßen es, dass die Bahn einen Versuch unternimmt, mehr Urlauber auch aus dem Osten der Bundesrepublik mit der Bahn in das Urlaubsgebiet Allgäu zu bringen – ohne, dass die Gäste mehrfach umsteigen müssten.  

„Die Fahrzeit des ICE von Berlin nach Augsburg ist mit nicht einmal 4 ½ Stunden schneller und damit dem Auto überlegen. Davon profitiert auch das Allgäu“, so Josef Miller. Von Augsburg nach Lindau beträgt die Fahrzeit mit dem ICE allerdings weitere 3 ½ Stunden, mit den übrigen Zügen 2 bis 2 ½ Stunden. 

Stracke und Miller hoffen, dass die Reisezeit des ICE von Augsburg nach Lindau noch reduziert werden kann. Beide sprechen sich für den Ausbau des Angebots aus dem DB-Fernverkehr aus, sollte es sich bewähren. „Langfristig führt an der Elektrifizierung des Allgäus kein Weg vorbei“ so Strackes und Millers Fazit.

Die Elektrifizierung der Strecke München-Lindau ist ein großer Meilenstein für die gesamte Region. Der neue Euro-City (EC) aus der Schweiz verknüpft diese schnell, komfortabel und klimafreundlich mit München, Vorarlberg und der Schweiz.

„Moderne Infrastruktur macht attraktive Verbindungen möglich“, sagt Josef Miller, der mit dem Thema bekanntlich bestens vertraut ist: Im vergangenen Jahr stellte der langjährige Staatsminister, der seit frühester Jugend  begeisterter Bahnfahrer ist, sein Buch „München – Lindau unter Strom“ der Öffentlichkeit vor. Darin beschreibt Miller das lange Ringen um die Elektrifizierung der Bahnstrecke. Derzeit wird das Buch nachgedruckt.  

28.06.2021
CNC-gesteuerte Abbundmaschinen reduzieren die Arbeitszeiten bei der Fertigung von Holzhäusern um ein Vielfaches. Die Technik entwickelt hat der Allgäuer Unternehmer Hans Hundegger aus Hawangen (rechts). Links im Bild: Josef Miller. Foto: privat
Staatsminister a.D. bei Hawanger Unternehmer Hans Hundegger
Hawangen/Memmingen. Der Bau von Holzhäusern hat im Allgäu eine lange Tradition. Und was sich im Allgäu seit Jahrhunderten bewährt hat, kann ja bekanntlich für Bayern und Deutschland nicht schlecht sein. Deshalb ist es sehr erfreulich, dass das Bauen mit Holz eine beeindruckende Renaissance erlebt.

Bei den neu errichteten Wohnhäusern hat der Anteil der Holzhäuser kontinuierlich zugenommen. Während er 2006 in Deutschland bei 13 Prozent und in Bayern bei 14 Prozent lag, wird heute in Deutschland jedes fünfte und in Bayern sogar bereits jedes vierte neue Haus in Holzbauweise errichtet. Die Umsatzsteigerung im Holzhausbau in Bayern ist enorm: von 2,8 Mrd. Euro im Jahr 2006 auf 6,3 Mrd. Euro im Jahr 2020. Auch die Zahl der Beschäftigten im Holzhausbau ist in diesem Zeitraum um 41 Prozent gestiegen. Damit ist das Ende des Anstiegs noch nicht erreicht. In Baden-Württemberg wird jedes dritte neue Haus, in Österreich sogar mehr als jedes dritte neue Haus mit Holz gebaut. (1)

Eine neue Epoche in der Holzverarbeitung

Die Digitalisierung hat die Holzverarbeitung voll erfasst. Das Besondere an den Holzhäusern der neuen Generation ist die hohe Vorfertigung und die kurze Bauzeit, ohne Baustelleneinrichtung und ohne Aufstellung von Baukränen. Der Anteil der Handarbeitszeiten hat sich dadurch erheblich verringert. Die Vorfertigungszeit beträgt heute etwa sieben bis zwölf Tage, das Aufstellen der Häuser erfolgt in weniger als zwei Tagen. Die Arbeit erfolgt über das ganze Jahr witterungsunabhängig in Montagehallen. CNC-gesteuerte Abbundmaschinen machen die Übertragung von Planungsdaten für die vollautomatisierten Arbeitsvorgänge möglich.  Die Entwicklung dieser Technik erfolgte durch den Allgäuer Unternehmer Hans Hundegger. Mit seinem Team hat er von Hawangen im Landkreis Unterallgäu aus Geschichte geschrieben. Seine Erfindungen haben inzwischen einen Siegeszug um die ganze Welt angetreten. Häuser und Bauten aus Holz haben dadurch in ihrer Wettbewerbsfähigkeit erheblich zugenommen und dem Werkstoff Holz viele neue Perspektiven eröffnet.

Bauen mit Holz in allen Gebäudeklassen möglich

Der Bau von vorgefertigten Wohnhäusern aus Holz kann vor Ort nicht nur sehr schnell in wenigen Tagen erfolgen, ihm sind mittlerweile in der Höhe kaum noch Grenzen gesetzt. Zur Zeit entsteht zum Beispiel im Kemptener Stadtteil Thingers das erste Holz-Hochhaus des Allgäus, das auf sieben Stockwerken Platz für 21 Wohnungen bietet. Erfreulicherweise aus Holz, das in Allgäuer Wäldern geschlagen, mit Allgäuer Technik bearbeitet und mit heimischem Holz aus dem Allgäu verwirklicht wird!

Möglich wurde dies, weil heute Holz beim Brandschutz eine neue Bewertung erfahren hat. Beim Brandschutz wurde in der Vergangenheit der Holzbau ungerechtfertigt behandelt und damit benachteiligt. Das weiß man heute nicht zuletzt durch Forschungen aus Bayern an der Technischen Universität München und an der Technischen Hochschule Rosenheim, in denen die Abbrandgeschwindigkeit von Holz untersucht wurde. Als Ergebnis stellte sich heraus, dass Holz im Brandfall länger die Stabilität und Tragfähigkeit erhält als andere Materialien. So verbiegt sich zum Beispiel Stahl bei Hitze früher, wodurch Decken aus diesem Material früher einstürzen als dies bei Holz der Fall ist. Durch die Änderungen im Bundesbaugesetzt und der Bayerische Bauordnung wurde es möglich, dass Holz bei Holzhäuser in allen Gebäudeklassen auch konstruktiv bis zur Stufe 5, das heißt bis zu einer Höhe von 22 Meter, verwendet werden darf.

Holz eignet sich für Hybridbauweise und für Gebäudeaufstockungen

Die Meinung, dass die Häuser entweder ganz aus Ziegel und Beton oder ausschließlich aus Holz errichtet werden sollen, hat sich geändert. Die Kombination verschiedener Baustoffe (Hybridbauweise) macht es möglich, ihre speziellen Stärken in den jeweiligen Gebäudeteilen zur Anwendung zu bringen, wie zum Beispiel für Geschoßdecken und Treppen aus Beton. Damit kann ein besserer Schallschutz zwischen den Etagen erreicht werden. Dabei sollen die unterschiedlichen Baustoffe so eingesetzt werden, dass ihre speziellen Eigenschaften optimal zur Geltung kommen. Zudem eignet sich Holz, wegen seines relativ geringeren Gewichtes als andere Baustoffe, sehr gut für Gebäudeaufstockungen. Örtliche Wohnungsverdichtungen erfolgen immer häufiger, weil Bauland knapper und damit auch immer teurer wird.

Holz sorgt für ein angenehmes Raumklima

Nicht zuletzt hat Holz hervorragende Eigenschaften, was das „Wohlfühlklima“ in einem Haus anbelangt. Das hat das Forschungsprojekt „Holz-Mensch-Raum“ von Prof. Dr. Stefan Winter von der Technischen Universität München bestätigt (2). Er hat die gesundheitlichen Auswirkungen des „Baustoffes Holz“ auf das Raumklima in einer Metastudie von 42 Forschungsvorhaben analysiert. Alle lieferten positive Ergebnisse bezüglich der Auswirkungen auf das Raumklima. Das Vorhaben wurde von der Clusterinitiative „Forst und Holz“ sowie der „Deutschen Bundesstiftung Umwelt“ gefördert. Einer der Väter der Bundesstiftung Umwelt war übrigens der Schwabe, der frühere Bundesfinanzminister Dr. Theo Waigel, wohnhaft in Seeg. Er hat mehr als 1 Mrd. Euro aus dem Verkauf eines Staatskonzerns als Stiftungskapital bereitgestellt. Die Clusterinitiative „Forst und Holz“ habe ich als damaliger bayerischer Forstminister durchgesetzt und im Land- und Forstwirtschaftsministerium angesiedelt. Letztere soll die Wertschöpfungsketten bei Holz vom Baum bis zum Endprodukt in und zwischen den einzelnen Abschnitten auf Schwachpunkte untersucht werden, um Argumente für deren Beseitigung zu liefern. Solche Lieferketten in die Praxis gut umgesetzt, werden an Bedeutung gewinnen.

Das Allgäu – ein guter Standort für das Wachsen der Bäume

Holz steht im Allgäu in ausreichender Menge zur Verfügung. Die Bäume wachsen im Allgäu besonders schnell und gut. Die allgäuer Landkreise sind einer der besten Waldstandorte in Deutschland und sollen es auch bleiben. Durch seine höheren Niederschläge, seine wasserhaltigen Böden und sein Klima eignet ee sich besonders als Standort für die Fichte. Natürlich gilt es auch im Allgäu Fichtenmonokulturen in stabile Mischwälder umzubauen. Dabei werden die Fichten, ergänzt durch Tannen und Douglasien, in den Mischungen der Baumarten immer noch einen Spitzenplatz einnehmen. Hierzu liefert die Bodenkartierung in Bayern, die unter Forstminister Dr. Hans Eisenmann mit der Staatlichen Förderung begonnen und in meiner Zeit zum Abschluss gebracht wurde, wichtige Entscheidungshilfen. Schließlich können die Sämlinge und Forstpflanzen sich ihren Standort nicht selbst aussuchen. Durch die Auflichtung der Waldbestände und der damit verbundenen Verbesserung der Sonneneinstrahlung ist im Rahmen der Naturverjüngung eine Pflanzung von Fichten häufig nicht mehr notwendig, da sie auf natürliche Weise von selbst nachwachsen.

Prinzip der Nachhaltigkeit garantiert dauerhafte Holzversorgung

Die Holzvorräte in Bayern waren nach der Bundeswaldinventur 2012 auf einem historischen Höchststand und an der Spitze aller Bundesländer. Die Hälfte der Holzvorräte entfiel auf die Baumart Fichte. Mehr als die Hälfte der Fichten in Bayern waren damals mehr als 60 Jahre alt, der große Teil davon ist längst hiebreif. In den letzten Jahren war der Anreiz für den Einschlag aufgrund des Holzüberschusses wegen der starken Trockenheit sowie Windwurf- und Borkenkäferkalamitäten mit Tiefstpreisen nicht sehr groß. Dies gilt vor allem für die privaten Waldbesitzer. So sind zum Beispiel im Landkreis Unterallgäu 50 % der Waldfläche im Eigentum von 8000 privaten Waldbesitzern. Nachdem sie nicht auf regelmäßigen Einnahmen durch den Wald angewiesen sind, haben sie in letzter Zeit weniger eingeschlagen, weil beim Verkauf nach Abzug der Erntekosten wenig übrigbleibt. Dies gilt auch für den Erlös des Geldes auf der Bank durch die geringe Zinshöhe. Der Umbau zu stabilen Mischwäldern erfordert aber den Einschlag durch rechtzeitige Auslichtung der Waldbestände für die Naturverjüngung. Es besteht kein Grund zur Angst, dass zu viel Wald eingeschlagen wird. Nach wie vor gilt, was Carl von Carlowitz (1645/1714) dem Sinn nach vorgeschlagen hat, dass nämlich nicht mehr Holz eingeschlagen werden darf, als jährlich nachwächst. Dies wird auch entsprechend überwacht.

Beitrag der Holzhäuser zum Klimaschutz

Gefahren gehen von dem Klimawandel aus, der zu den größten Herausforderungen unserer Zeit zählt. Der Wald ist davon selbst am stärksten betroffen. Gleichzeitig ist er Teil der Lösung beim Klimawandel. Hauptursache ist der Anstieg des Kohlendioxyds (C0 2). Viele Maßnahmen können zur Reduzierung und Vermeidung von C02 beitragen. Der Wald kann aber noch mehr. Pro Hektar kompensiert der deutsche Wald 8 Tonnen CO2. Die Bäume tragen also nicht nur zur Vermeidung, sondern zur Verminderung von C0 2 bei. Sie bauen bei der Photosynthese mit Hilfe des Chlorophyll (Blattgrün) und der Sonnenenergie den

Kohlenstoff ( C ) aus dem Kohlendioxyd in den Baum ein und setzen damit Sauerstoff (02) frei. Nicht umsonst werden die Wälder als Lunge der Städte bezeichnet. Der Kohlenstoff wird im Holzhaus für lange Zeit gebunden. Holzbauten stammen aus dem Mittelalter und Kirchen aus Holz sind mehr als 1000 Jahre alt und sie stehen heute im Gegensatz zu manchen Betonbauten aus der Neuzeit immer noch. Durch die besonders lange Lebensdauer von Holzhäusern sind diese ein großer Kohlenstoffspeicher. Zudem
wird Holz als Rohstoff besonders energiearm erzeugt,
kann Holz beim Abriss des Häuser wieder verwertet und am Ende energetisch verwertet werden.
Holzhäuser eignen sich also sehr gut um einen Beitrag zur Lösung des Klimawandels zu leisten.

Wald und Holz wird auch in Zukunft im Allgäu eine große Rolle spielen

Das reichlich vorhandene Holz im Allgäu soll mehr als bisher in der Region verarbeitet und vermarktet werden. Damit wird mehr Wertschöpfung in der Region bleiben und die Regionalität der Holzverarbeitung zu einem weiteren Trumpf im Allgäu!

Ich bin deshalb davon überzeugt, dass das Holzhaus im Allgäu in Zukunft eine zunehmende Rolle spielen wird. Ein weiterer Pluspunkt dabei ist, dass es im Allgäu in allen Bereichen des Holzclusters leistungsfähige Betriebe, starke Zusammenschlüsse, Verbände und an deren Spitze herausragende Persönlichkeiten gibt. Das beginnt bei den Forstbetriebsgemeinschaften (FBG) in den einzelnen Landkreisen und ihren Zusammenschluss beim Holzverkauf für das gesamte Allgäu, mit großen Verdiensten stellvertretend von Ignaz Einsiedler und Hugo Wirthensohn, in führenden Funktionen mit vielen anderen klugen und engagierten Verantwortungsträgern. Ich erlebe dies in meiner Heimat durch die FBG Memmingen mit Josef Lohr als Vorsitzender und Theo Sommer als Geschäftsführer. Es umfasst die allgäuer Sägerrunde unter Führung von Peter Fickler, die die Interessen der Säger artikuliert, sowie die zahlreichen holzverarbeitenden Betriebe und Zimmerer bis hin zum Holzforum im Allgäu, zu dem auch die Architekten zählen. Als Antwort auf volatile Weltmärkte und immer größer werdenden gegenseitigen Abhängigkeiten müssen Lieferbeziehungen und Preisfindungen auf den Prüfstand gestellt und neue, diesen Herausforderungen angepasste Lösungen gefunden werden. Dies ist Aufgabe der Beteiligten. Daran wird im Allgäu gearbeitet. Für die Zukunft wird eine enge und verlässliche Zusammenarbeit und gegenseitige Wertschätzung der Berufsgruppen, entlang der „Wertschöpfungsketten Wald und Holz“ darüber entscheiden, ob durch den Qualitätsbegriff „Holzhaus aus dem Allgäu“ die Chancen genutzt und das Allgäu als Wirtschaftsstandort weiter gestärkt wird. Ich bin zuversichtlich, dass dies gelingt.

Verwendete Literatur:
Dr. Herbert Borchert, Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, Hans-Carl-von-Carlowitzplatz 1, D 85354 Freising (1)

Prof. Dr. Hubert Röder, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, D 94135 Straubing (2)

22.06.2021
„Festival der Nationen“ in Bad Wörishofen hat sich zu einer festen Einrichtung entwickelt
Bad Wörishofen. Das „Festival der Nationen“, das in diesem Jahr von 24. September bis 2. Oktober in Bad Wörishofen stattfinden wird, hat sich zu einer festen Einrichtung und einem kulturellen Höhepunkt unter den Kulturveranstaltungen in Bayerisch-Schwaben entwickelt. Während dieser Festivalwoche präsentieren sich in der Kneippstadt die Weltstars der Klassik in familiärer Atmosphäre. Gleichzeitig werden Kinder und Jugendliche in jungen Jahren durch die Begegnung mit international renommierten Künstlern für die spannende Welt der klassischen Musik begeistert.

„Als Vorsitzender des Fördervereins „Musik für Nationen e.V.“ setze ich mich gemeinsam mit der Festivalintendanz und den Organisatoren des Festivals seit Jahren dafür ein, die heimische Region Allgäu-Bayerisch-Schwaben durch besondere kulturelle Aktivitäten in ihrer Wirkung nach innen und außen zu stärken“, sagt der langjährige Bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller.

Das „Festival der Nationen“ entstand Miller zufolge auf diese Weise mit seinen drei Säulen „Stars – Junge Weltelite – Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche“. International renommierte Solisten, die wir regelmäßig in Bad Wörishofen begrüßen dürfen, unterstützen unsere Intention, Kinder und Jugendliche beim „Festival der Nationen“ in außergewöhnlicher Weise für klassische Musik zu begeistern. Aufgrund der Anforderungen an die akustischen Verhältnisse wurde in unserer Region Bad Wörishofen als Standort gewählt.

Josef Miller: „Dazu leisten unsere regionalen und überregionalen Unternehmen freiwillig und weitsichtig einen wichtigen, ja existenziellen Beitrag. Dafür zolle ich ihnen einen großen Respekt und hohe Anerkennung. Ohne sie wäre das Festival nicht möglich. Es ist auf eine gesicherte Budgetbasis, die unsere innovativen, wettbewerbsfähigen und zukunftsorientierten mittelständischen Unternehmen, für das „Klein Salzburg in Bad Wörishofen“ leisten, angewiesen. Ihnen gilt mein besonderer Dank, verbunden mit der Bitte, das Festival auch in Zukunft zu unterstützen und damit zu sichern.“ 

Das Besondere an diesem Festival ist, dass international renommierte Solisten wie z.B. Jonas Kaufmann, Anne-Sophie Mutter, David Garrett oder Diana Damrau, die regelmäßig in unsere Region kommen, unserer Intension entsprechend, Kinder sowie Jugendliche aller sozialen Schichten in außergewöhnlicher Weise für die klassische Musik begeistern. Im Gegensatz zu anderen Ländern, wie das z. B. in fernöstlichen Staaten im asiatischen Raum der Fall ist, hat in Deutschland die klassische Musik im Schulunterricht nicht mehr den hohen Stellenwert. Wer einmal miterlebt hat, wie begeistert Kinder und Jugendliche, insbesondere Mitglieder des Jugendorchesters des Festivals sind, der spürt, dass im Rahmen des Festivals außergewöhnliches für das Interesse der Jugend an der klassischen Musik geleistet wird.

Eines der begehrtesten Konzerte in Bad Wörishofen ist der Auftritt von der Star-Sopranistin Diana Damrau. Sie brilliert in den weltweit führenden Opern- und Konzerthäusern von München über Mailand und London bis New York und freut sich aber ganz besonders auf ihre Auftritte in Bad Wörishofen, in der Nähe der Heimat, wo sie in ihren Eltern die innigsten Anhänger hat.

Vor wenigen Wochen wurde die weltweit gefeierte Sängerin vom Bundespräsident Walter Steinmeier für ihre kulturellen und gesellschaftlichen Verdienste mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, das ihr kürzlich in München der Bayerische Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler ausgehändigt hat. „Damrau, die dank des enormen Umfangs ihres Soprans, der höchsten menschlichen Stimmlage, die heute für ihre ausdrucksstarke und zugleich besonders nuancierte gesangliche Koloraturen bekannt ist, wurde während ihrer Schulzeit am Dossenberger-Gymnasium in Günzburg entdeckt. Zum Freistaat Bayern als ihrem Herkunftsland hat Diana Damrau stets eine besonders enge Bindung. Bereits 2007 wurde sie zur Bayerischen Kammersängerin ernannt, 2010 erhielt sie den Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst und 2016 den Bayerischen Verdienstorden. Einem Millionenpublikum wurde Damrau auch durch TV-Übertragungen, etwa bei der Eröffnungs-Gala der Fußball-WM 2006 im Münchener Olympiastadion bekannt“, so Sibler in seiner Ansprache.

Ausdrücklich würdigte der Bayerische Wissenschafts- und Kunstminister bei der Ordensübergabe Damraus Eintreten auch für soziale Belange. Er erinnerte dabei nicht nur an ihr regelmäßiges Engagement für die vom Bayerischen Rundfunk als Unterstützung für kranke, behinderte und in Not geratene Kinder ins Leben gerufene Aktion „Sternstunden“. In zahlreichen Benefizkonzerten, z. B. für Flüchtlinge im November 2016 im Prinzregententheater und im Januar 2015 im Herkulessaal zugunsten des geplanten Zentrums für Kindermedizin und Geburtshilfe der Ludwig-Maximilians-Universität in München, konnten hohe Spendenbeträge eingespielt werden.

Diana Damrau sagte nach der Entgegennahme der Auszeichnung: „Ich freue mich sehr über diese besondere Auszeichnung und möchte diese zum Anlass nehmen, junge Künstler zu ermutigen, das Ziel in schwierigen Zeiten nicht aus den Augen zu verlieren und ihrer Berufung zu folgen. So bitte ich die Politik, künftig noch bessere Rahmenbedingungen zu schaffen und jungen Menschen eine Perspektive zu geben. Kultur ist keine bloße Freizeitbeschäftigung, sondern eine Mission. Eine Mission für Verständigung, Frieden, Liebe und Versöhnung sowie Balsam für unsere Seele.“

Josef Miller über Damrau: „Mich faszinieren ihre Weltläufigkeit und Heimatliebe, ihr Bekenntnis zu Schwaben und Günzburg.  Besonders begeistern mich ihre Konzertauftritte in Bad Wörishofen. Die Begegnungen mit ihr sind immer eine große Bereicherung.“  

Bildunterschrift:

Vor wenigen Wochen wurde die schwäbische Opernsängerin Diana Damrau mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Das Bild links oben zeig Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler mit den Ordensinsignien bei der Übergabe des Bundesverdienstkreuzes sowie Diana Damrau mit der Auszeichnungsurkunde. Auf dem Foto darunter ist der Vorsitzende des Fördervereins „Musik für Nationen e.V.“, Josef Miller, mit Diana Damrau zu sehen. Rechts das Programm für das Festival 2021. Fotos (2): Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst   

12.01.2021
Josef Miller (rechts) freut sich über die Berufung von Klaus Holetschek (links) zum neuen bayerischen Gesundheitsminister.
Josef Miller freut sich über die Berufung zum bayerischen Gesundheitsminister
München/Memmingen. „Dass der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder während der Corona-Virus-Pandemie 'die Pferde' wechselt und Klaus Holetschek an die Spitze des Gesundheitsministeriums berufen hat, das ist eine wichtige und richtige Entscheidung“, sagt der Memminger Staatsminister a.D. Josef Miller. Die Corona-Bekämpfung stelle die Menschen nicht nur in Bayern, sondern weltweit, vor eine der größten Herausforderungen in der Nachkriegsgeschichte – „das verlangt einem Gesundheitsminister enorm viel ab“.

Für Josef Miller, von 1998 bis 2008 Bayerischer Landwirtschaftsminister im Kabinett der Bayerischen Landwirtschaftsministers Edmund Stoiber und Günther Beckstein, ist Klaus Holetschek eine sehr gute Wahl: „Er bringt die besten Voraussetzungen für das Amt mit. Ich wüsste keinen anderen, der das besser machen könnte. Ich kenne ihn sein vielen Jahrzehnten und nicht von ungefähr habe ich ihn 2014 selbst als meinen Nachfolger als Landratsabgeordneten vorgeschlagen.  Klaus Holetschek bringt all die Eigenschaften mit, die es in dieser schwierigen Zeit braucht. Er ist belastbar, führungsstark und entscheidungsfreudig.“

Mit 56 Jahren sei Holetschek zudem auch erfahren. Als langjähriger Bürgermeister von Bad Wörishofen, stellvertretender Landrat im Landkreis Unterallgäu, Mitglied des Stadtrats und Kreisvorsitzender in Memmingen sowie als stellvertretender Vorsitzender der CSU in Schwaben kenne er sich in der Kommunalpolitik bestens aus. Josef Miller: „Beste Verbindungen zu Oberbürgermeistern, Landräten und Bürgermeistern sind für einen Gesundheitsminister notwendig. Erfolge im Amt und aktuell in der Pandemie-Bekämpfung hängen von einer vertrauensvollen und konstruktiven Zusammenarbeit im Gesundheitswesen zwischen dem Ministerium und den Kommunen ab.

Das gilt ebenfalls für das Verhältnis zwischen Bund und Ländern. Vieles im Gesundheitswesen ist Angelegenheit des Bundes. Als ehemaliges Mitglied des deutschen Bundestages kennt Klaus Holetschek auch hier die Einblicke in die komplexen Entscheidungsabläufe in und zwischen der Bundes- und Landespolitik und kann dadurch erfolgreich handeln und verhandeln.“ Darüber hinaus sei Holetschek im Gesundheitswesen stark verankert. „Er war Präsident des bayerischen Heilbäderverbandes und des Kneipp-Bundes sowie Vorsitzender des Landesgesundheitsrates. Als Staatssekretär im Gesundheitsministerium hat er eine zwar kurze, aber intensive Einarbeitungszeit in zweiter Position erhalten und zuvor ebenfalls schon als Staatssekretär im Verkehrs- und Wohnungsbauministerium Einblick in die Führung von Ministerien gewonnen. Und auch innerhalb der Partei ist er bestens vernetzt. Klaus Holetschek war JU-Kreisvorsitzender im Unterallgäu und JU-Bezirksvorsitzender in Schwaben und im Landesverband der JU politisch aktiv. Aktuell fungiert er als stellvertretender Bezirksvorsitzender der CSU.“

Für die Region sei es Josef Miller zufolge immer von großem Vorteil, nicht nur einen heimischen Abgeordneten, sondern zugleich auch einen Minister im Kabinett zu haben, „der naturgemäß enge Kontakte zu den Ressortkollegen und zum Ministerpräsidenten pflegt, mit denen er sich wöchentlich bei Kabinettssitzungen trifft. So kann vieles im direkten Gespräch erläutert und noch überzeugender dargestellt werden, als dies mit Briefen der Fall ist“.

21.12.2020
Weihnachten ist oft ein lautes Fest: Es tut uns aber gut, ein wenig still zu werden, um die Stimme der Liebe zu hören.“ 
Papst Franziskus