München. Eine Delegation der Allgäuer Gemeinde Bad Hindelang hat das neue Buch „Hochalpine Allgäuer Alpwirtschaftskultur in Bad Hindelang – Immaterielles Kulturerbe in Deutschland“ in der Bayerischen Staatskanzlei an Staatsministerin Michaela Kaniber und Staatsminister Eric Beißwenger übergeben. Im Gespräch mit den beiden Staatsministern stand außerdem die Zukunft der Bergland- und Alpwirtschaft im Mittelpunkt.
Das Buch entstand anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Anerkennung der hochalpinen Allgäuer Alpwirtschaftskultur als Immaterielles Kulturerbe durch die Deutsche UNESCO-Kommission. Es dokumentiert die Geschichte und heutige Bedeutung der Bergland- und Alpwirtschaft und zeigt mit dem Ökomodell Hindelang beispielhaft auf, wie Naturschutz, Landwirtschaft und Tourismus seit Jahrzehnten erfolgreich miteinander verbunden werden.
Josef Miller, der unter den 22 Autoren und Autorinnen des Buches ist, begleitete die Delegation. Der ehemalige Bayerische Landwirtschaftsminister hatte das beeindruckende Werk bereits in den vergangenen Wochen in zahlreichen Gemeinden und Städten vorgestellt. In Memmingen übergab Miller an Oberbürgermeister Jan Rothenbacher und Gabriele Neun, Vorsitzende der Sektion Memmingen des Deutschen Alpenvereins, druckfrische Exemplare. Der DAV zählt in Memmingen zu den mitgliederstärksten Vereinen mit enger Verbindung zur Allgäuer Bergwelt.
Mit Josef Miller reiste weitere Prominenz aus verschiedenen Bereichen mit in die Staatskanzlei, darunter der bekannte Verleger Martin Kluger (context verlag Augsburg / Nürnberg), der Bergbauern- und Vertragsnaturschutzexperte Gerhard Gehring vom Landratsamt Oberallgäu sowie Fotograf Wolfgang B. Kleiner.
Initiiert und auf den Weg gebracht wurde das Buch noch unter der Verantwortung der Bad Hindelanger Bürgermeisterin Dr. Sabine Rödel, die damit einen wichtigen Impuls zur Dokumentation und Würdigung der hochalpinen Allgäuer Alpwirtschaftskultur setzte. Mit großem persönlichem Engagement begleitete darüber hinaus Verleger Martin Kluger die Entstehung des Werkes und trug entscheidend dazu bei, die Geschichte und Zukunft der hochalpinen Allgäuer Alpwirtschaft in einer wissenschaftlich fundierten und zugleich eindrucksvoll gestalteten Publikation festzuhalten.
Neben der jahrhundertealten Geschichte der Alpwirtschaft im bayerischen Alpenraum beleuchtet das Buch auch ihre heutige Bedeutung und zeigt anhand konkreter Beispiele auf, wie eine nachhaltige Berglandwirtschaft erfolgreich gelebt werden kann.
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Eine Delegation der Allgäuer Marktgemeinde Bad Hindelang hat das neue Buch „Hochalpine Allgäuer Alpwirtschaftskultur in Bad Hindelang – Immaterielles Kulturerbe in Deutschland“ in der Bayerischen Staatskanzlei an Staatsministerin Michaela Kaniber und Staatsminister Eric Beißwenger übergeben. Das Bild zeigt (von links) den Bad Hindelanger Bürgermeister Tobias Keuschnig, den ehemaligen Bayerischen Landwirtschaftsminister Josef Miller, Bayerns Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, Michaela Kaniber, Bayerns Staatsminister für Europaangelegenheiten und Internationales, Eric Beißwenger, Verleger Martin Kluger (context verlag Augsburg/Nürnberg) sowie Fotograf Wolfgang B. Kleiner. Foto: Bayerische Staatskanzlei
Der Memminger Ehrenbürger stellte das Buch „Hochalpine Allgäuer Alpwirtschaftskultur in Bad Hindelang“ im Memminger Rathaus vor und überreichte Oberbürgermeister Jan Rothenbacher und Gabriele Neun, Vorsitzende der Sektion Memmingen des Deutschen Alpenvereins, druckfrische Exemplare. Der DAV zählt in Memmingen zu den mitgliederstärksten Vereinen mit enger Verbindung zur Allgäuer Bergwelt.
Oberbürgermeister Jan Rothenbacher würdigte die Beiträge der neuen Publikation, die die Alpwirtschaft aus dem Blickwinkel ganz unterschiedlicher Fachgebiete der jeweiligen Autoren betrachte. Das Themenspektrum des Buches reicht vom Anfang der Alpwirtschaft über das Allgäuer Braunvieh und die Direktvermarktung bis hin zu Fragen der Klimaerwärmung und der Rückkehr des Wolfs.
Josef Miller war rund 20 Jahre im Bayerischen Landwirtschaftsministerium tätig, davon drei als Staatssekretär (1990-1993) und zehn als Staatsminister (1998-2008), eine Zeit, in der er politische Verantwortung auch für die Allgäuer Bergwelt trug. „Die Bergregionen können aufgrund der erschwerten Erzeugungsbedingungen und geringen Erträgen im Wettbewerb mit Gunstlagen nicht bestehen. Sie müssen ohne verlässliche staatliche Förderung ihre Höfe auf Dauer aufgeben“, erklärte der Staatsminister a.D. im Rathaus.
„Es besteht aber unbestritten ein enger Zusammenhang zwischen Alpwirtschaft und Artenvielfalt. Wenn man die Alpen nicht mehr nutzt, so wie es einige Naturschützer für gut finden, wachsen die Weideflächen zu und die Artenvielfalt verschwindet. Negative Beispiele gibt es in Kroatien und Spanien. Die Bergbauern mit ihren Tieren sind als Einzige in der Lage, dies zu verhindern. Ohne sie geht es nicht“, betonte Josef Miller. Josef Millers Rede lesen„Die Alpwirtschaft ist eine Win-Win-Situation“, erklärte Gabriele Neun, die auch Mitglied im Klimabeirat des DAV ist. „Hier im alpinen Bereich ist die Flächenbewirtschaftung notwendig und gewollt, um eine Verbuschung zu vermeiden bzw. das Offenhalten der Flächen zu ermöglichen und damit die Biodiversität zu fördern. Eine Übernutzung der Flächen ist dagegen kaum möglich.“
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Das Bild entstand bei der Buchvorstellung und zeigt von links: Staatsminister a.D. Josef Miller, Gabriele Neun, Vorsitzende des DAV, Sektion Memmingen und Oberbürgermeister Jan Rothenbacher.
Foto: A. Wehr/ Pressestelle Stadt Memmingen
Der Staatsminister a.D. erinnerte auch an die Anfänge des Biodiesels und seinen damaligen Einsatz für dessen Steuerfreiheit. Biokraftstoffe könnten einen Beitrag zur Verringerung fossiler CO?-Emissionen leisten und gleichzeitig zusätzliche Perspektiven für die Landwirtschaft eröffnen. Mit Blick auf künftige Lösungen forderte Miller: „Bayern muss die besten Lösungen haben.“
Im Anschluss nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit zur Diskussion und zum fachlichen Austausch über die angesprochenen Themen.
Zum Erinnerungsfoto trafen sich (von links): Dr. Ingrid Fickler (Vorsitzende des Arbeitskreises Umwelt im CSU-Kreisverband Memmingen und ehemalige Landtagsabgeordnete), Dr. Edgar Remmele (Abteilungsleiter im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe in Straubing), Jörg Kienle (Vorsitzender des Arbeitskreises Landwirtschaft), Georg Johann Brand (Bezirksvorsitzender des Arbeitskreises Landwirtschaft) und Josef Miller (ehemaliger bayerischer Landwirtschaftsminister). Foto: privat
Als Schirmherr kehrte der frühere bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller dabei an einen für ihn ganz besonderen Ort zurück. „Das ist meine Heimat. Ich bin ein Oberschöneberger und ein eingefleischter Schwabe“, sagte Miller, der im Ort geboren wurde, auf dem elterlichen Hof aufwuchs und dort seine Jugend verbrachte. In seiner langen politischen Laufbahn habe er auf vielen großen und kleinen Festen gesprochen. „Aber mit Abstand das schönste aller Feste ist hier und heute für mich in meiner Heimatgemeinde Oberschöneberg.“ Josef Millers Rede lesen
Große Anerkennung zollte Miller den Mitgliedern und Helfern der beiden Vereine, die das Fest gemeinsam auf die Beine gestellt hatten. Gerade darin sah der ehemalige Minister ein Beispiel dafür, wie Ehrenamt auch künftig funktionieren könne. „Anstelle von Ich brauchen wir mehr Miteinander“, appellierte er. Verantwortung, Gemeinschaft und ehrenamtliches Engagement seien Werte, die gerade im ländlichen Raum unverzichtbar blieben.
Die Arbeit der Feuerwehr bezeichnete Miller als „lebensnotwendig und unersetzbar“. Die Reischenau-Schützen wiederum seien ein wichtiger Anker im gesellschaftlichen Leben und verbänden Tradition und Sport, Jung und Alt sowie Wettkampf und Geselligkeit. Moderne Angebote wie elektronische Ergebnisauswertung und Lichtschießen zeigten zugleich, dass Traditionspflege und Fortschritt keine Gegensätze sein müssten.
Mit Blick auf die Zukunft der Vereine brachte Miller seine Botschaft auf eine kurze Formel: „Wir brauchen beides: Hightech und Heimat.“ Beides zeichne Bayern aus – ebenso wie die große Zahl der Menschen, die sich ehrenamtlich für andere engagierten.
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Doppeljubiläum in Oberschöneberg: 135 Jahre Freiwillige Feuerwehr und 130 Jahre Reischenau-Schützen feierte der Ort mit einem großen Festwochenende. Beim Anstich des Festbieres (von links): Josef Miller (Schirmherr und ehemaliger Bayerischer Landwirtschaftsminister), Hubert Bentele (Vorsitzender des Feuerwehrvereins Oberschöneberg), Simone Deffner (Vorsitzende der Reischenau-Schützen Oberschöneberg) und Ulrich Fahrner (Bürgermeister der Marktgemeinde Dinkelscherben, zu der Oberschöneberg gehört). Foto: privat
Im Rahmen des Gipfels wurde Dr. Theo Waigel mit dem Freiheitspreis der Medien ausgezeichnet. Große Anerkennung erhielt er für seine Rede, in der er für Zusammenhalt, wirtschaftliche Vernunft und die Stärkung Europas warb.
Theo Waigels ganze Rede lesen
Dr. Theo Waigel (87) war von 1989 bis 1998 Bundesminister der Finanzen sowie von 1988 bis 1999 Vorsitzender der CSU. Seit 2009 ist er Ehrenvorsitzender der CSU.
Josef Miller (CSU/78) war von 1998 bis 2008 bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (1998–2001) beziehungsweise Landwirtschaft und Forsten (ab 2001).
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Unser Foto entstand beim 80. Geburtstag von Dr. Theo Waigel, der seinerzeit in Ursberg gefeiert wurde. Das Bild zeigt (von links): Dr. Theo Waigel, die langjährige Generaloberin von Ursberg, Evangelista Höfer, Waigels Ehefrau Irene-Epple-Waigel sowie den Staatsminister a.D., Josef Miller. Archiv-Foto: privat
Niederrieden (ms). Innerhalb des 35. Europatages in Niederrieden nutzte Staatsminister a. D. Josef Miller die Anwesenheit von Alois Rainer für eine besondere Geste: Miller überreichte dem aktuellen Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat ein Buch über die „hochalpine Allgäuer Alpwirtschaftskultur“, an dem Miller maßgeblich mitgewirkt hat. Die Veranstaltung bot damit nicht nur Raum für europapolitische Themen, sondern auch für ein klares Bekenntnis zur regionalen Kulturlandschaft.
Miller betonte in seiner Ansprache die enge Verbindung zwischen Natur, Landwirtschaft und gesellschaftlicher Verantwortung: „Von allen Bundesländern hat nur Bayern diese wunderschöne Bergwelt. Sie ist ein Geschenk der Natur und das Ergebnis der Arbeit unserer Bergbauern“, erklärte er. Die Bewirtschaftung der Alpen sei weit mehr als reine Landwirtschaft – sie sichere Artenvielfalt, präge das Landschaftsbild und sei Grundlage für den Tourismus. Im Mittelpunkt des Buches stehen die Herausforderungen der Bergbauern. Miller schilderte, dass er im Vorfeld gezielt nach den wichtigsten Voraussetzungen für den Fortbestand der Betriebe gefragt habe. Die Antworten seien eindeutig gewesen: Schutz der Weidetiere vor dem Wolf, verlässliche politische Rahmenbedingungen bei der Stallhaltung sowie angemessene finanzielle Honorierung der Leistungen unter erschwerten Bedingungen. „Nur so können sie im Wettbewerb mit den Gunstlagen bestehen“, so Miller.
Josef Millers Buchbeitrag lesen
Besondere Aufmerksamkeit widmete er dem Umgang mit dem Wolf. Die jüngste Anpassung des Schutzstatus auf europäischer Ebene sei ein wichtiger Schritt, nun gehe es um eine praktikable Umsetzung im Jagdrecht. Gleichzeitig warnte Miller vor den Folgen für die Betriebe: „Wenn sie den Anblick ihrer gerissenen Tiere öfters verkraften müssen, werden sie ohne Aufheben die Viehhaltung auf den Alpen einstellen.“Abschließend unterstrich Miller die Bedeutung der Zusammenarbeit aller Beteiligten: Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus müssten an einem Strang ziehen. Mit einem prägnanten Zitat brachte er dies auf den Punkt: „Einigkeit macht kleine Dinge groß, bei Zwietracht wird man große Dinge los.“
Bad Hindelang. Die Allgäuer Hochalpen sind kein Museum, sondern Lebensraum – die Alpwirtschaft in Bad Hindelang Wirtschaftsform, Landschaftspflege, Generationenvertrag und kulturelle Identität. Davon erzählt das neue Buch „Allgäuer Alpwirtschaft in Bad Hindelang – Immaterielles Kulturerbe in Deutschland“, das jetzt im Kurhaus von Bad Hindelang vorgestellt wurde. Drei Jahre arbeiteten 22 Autorinnen und Autoren an dem Band, darunter Experten aus Frankreich, der Schweiz und Österreich. Einer der Autoren ist Josef Miller, der zwischen 1998 und 2008 bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten war. Das Buch ist im context verlag Augsburg I Nürnberg erschienen.
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Josef Miller (78), der bereits an zahlreichen Büchern über die Allgäuer Hochalpen mitgearbeitet hatte, war im Kurhaus von Bad Hindelang bei der feierlichen Buchpräsentation einer der Festredner. Dabei appellierte er unter anderem „an die unabdingbare enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den örtlichen Bergbauern, den einheimischen Naturschützern und der regionalen Fremdenverkehrswirtschaft. Ich habe die Gemeinsamkeit und gute Zusammenarbeit der Bergbauern und Naturschützer sowie der politisch Verantwortlichen im Allgäu mit großer Freude und Genugtuung zur Kenntnis genommen.“
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Der Staatsminister a. D. weiter: „Für mich gab es nichts Schöneres als meinen Urlaub in den Bergen zu verbringen, im Sommer zum Wandern und im Winter zum Skifahren. Von allen Bundesländern hat nur Bayern diese wunderschöne Bergwelt. Sie ist ein Geschenk der Natur und das Ergebnis der Arbeit unserer Bergbauern“, sagte Josef Miller und fügte hinzu: „Die politische Verantwortung dafür war mir als Bayerischer Landwirtschaftsminister ein Herzensanliegen. Ich wollte von den Bergbauern beim Schreiben für dieses Buch wissen, was für sie die wichtigsten Voraussetzungen sind, damit sie ihre Betriebe auch weiterhin bewirtschaften können. Dass unsere Weidetiere nicht vom Wolf gerissen werden, dass die Umstellung auf die Laufstallhaltung auf freiwilliger Basis erfolgt und staatlicherseits stark gefördert wird und dass die Leistungen der Bergbauern bei erschwerten Produktionsbedingungen finanziell und verlässlich vom Staat honoriert werden, lauteten die Antworten unter anderem.“
Innerhalb der vergangenen drei Jahre ist ein Buch entstanden mit 256 Seiten und 230 Fotografien, die – getragen vom täglichen Einsatz der Älplerfamilien und Bergbauern – alle 46 anerkannten Alpen der Gemeinde auflistet. Das Themenspektrum reicht von der Geschichte der Alpwirtschaft über das Allgäuer Braunvieh, den Bau am Berg und die Direktvermarktung, bis hin zu Fragen der Klimaerwärmung und der Rückkehr des Wolfs.
Das in dieser Form einmalige Werk beleuchtet das religiöse Brauchtum ebenso wie das „Ökomodell Hindelang“, das seit Jahrzehnten Maßstäbe für nachhaltiges Wirtschaften setzt und zeigt, wie eng Naturschutz, Tourismus und Landwirtschaft miteinander verwoben sind. Der Vorstellungstermin des Buches war bewusst gewählt: vor zehn Jahren wurde die „Hochalpine Allgäuer Alpwirtschaftskultur in Bad Hindelang“ von der Deutschen UNESCO-Kommission als Gutes Praxisbeispiel zur Erhaltung Immateriellen Kulturerbes ausgezeichnet.
In seinem Grußwort erinnerte Staatsminister a. D. Josef Miller an den Stifter der Auszeichnung: „Dr. Eugen Liedl war ein Paradebeispiel für Nachhaltigkeit. Er hat es geschafft, seinen Namen weit über seinen Tod hinaus mit einer positiven Sache in Verbindung zu bringen.“ Josef Millers Rede
Zugleich betonte Miller die Bedeutung kultureller Verwurzelung: „Die Stärkung heimatlicher Wurzeln zur Förderung des Wertebewusstseins, von Brauchtum, Traditionspflege und Heimatkultur ist in der heutigen Zeit der Globalisierung wichtiger denn je zuvor.“
Laudator Christoph Lang, Bezirksheimatpfleger und Vorstandsmitglied der Stiftung, würdigte Engels Forschung. Und auch Professor Dr. Klaus Wolf, Vorsitzender der Stiftung, sowie der Memminger Alt-OB Dr. Ivo Holzinger und weitere Gäste gratulierten den Preisträgern.
Illerbeuren. Mehr als 100 prächtig geschmückte Pferde sowie 20 Gespanne fuhren durch Illerbeuren zur Segnung an der Kapelle. Begleitet wurden sie von den drei Musikkapellen aus Illerbeuren, Kronburg und Maria Steinbach. Viele Reiter und Gespanne kamen auch aus dem benachbarten Baden-Württemberg. Wolfgang Mayerföls aus Bad Schussenried fuhrt mit seinem Vierspänner schon den früheren Bundespräsidenten Richard von Weizäcker. Dieses Mal waren seine Gäste der frühere Landwirt-schaftsminister Josef Miller mit der Kreisbäuerin Irmgard Maier sowie ihrer Vorgängerin und schwäbische Vizebezirksbäuerin Margot Walser.
Eine besondere Rarität war auch die 195-Jahre alte Kutsche, die einst dem Erzbischof von Wien gehörte, und jetzt Andreas Schneider besitzt. In dieser Kutsche saßen Bezirkstagspräsident Martin Sailer, Museumsleiterin Katharina Wischer und Bürgermeisterin Heike Klinkhammer aus Illerbeuren. In einer von Rudolf Graf dem Heimatdienst Illertal gestiftete Kutsche aus dem 19. Jahrhundert saß die Vorsitzende vom Heimatdienst Illertal Simone Zehnpfennig-Wöhrle. Aus Buchenberg war Hans Peter Buchen-berg mit seinem Fünfspänner dabei, in dem die Bezirksrätinnen Petra Beer und Johanna Wolfbauer, der ASM-Präsident und Staatsminister a. D. Franz Josef Pschierer und die Landratskandidatin Verena Winter fuhren.
In der Kutsche mit den beiden Kaltblutpferden von Hermann Natterer aus Kimratshofen saßen Lautrachs Bürgermeister Reinhold Dorn mit Frau und den zwei Töchtern. Im Ministrantenwagen fuhr Pfarrer Plathottam. Die beiden Kaltblutpferden sind im Besitz von Martin Feuerstein aus Amtszell in Baden-Württemberg.
Nach dem Ritt sprach Schirmherr Landrat Alex Eder von der Harmonie zwischen Mensch und Tier und von den Menschen, die sich die Fähigkeit der Tiere zu Nutzen gemacht haben. Dem schloss sich die Segnung von Roß und Reiter um die Sankt Leonhardskapelle an, die von Pfarrer Platthotam vorgenommen wurde. Die mitgeführte lebensgroße Figur des Hl. Leonhards wurde in die Kapelle zurückgebracht, wo sie während des Jahres bis zum Leonhardiritt 2026 ihren Platz hat.
Bei dem schönen Wetter standen mehrere tausend Menschen an den Straßenrändern und erlebten einen sehr schönen Leonhardiritt.
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Der Leonhardiritt in Illerbeuren war ein besonderes Ereignis. Die Fotos von Franz Kustermann zeigen (oben/von links) in der Kutsche (v.l.) Elisabeth Miller, Kreisbäuerin Irmgard Maier und Landwirtschaftsminister a. D. Josef Miller, die heimische Musikkapelle beim Umzug sowie in der Kutsche (v.l.) Elisabeth Miller, Kreisbäuerin Irmgard Maier, Kreisbäuerin a.D. Margot Walser und Landwirtschaftsminister a.D. Josef Miller. Die untere Bildreihe zeigt (v.l.) ein Dreiergespann mit Standarte sowie daneben Zweispänner mit prächtigem Geschirr. Das Foto unten rechts entstand bei der Leonhardskapelle und zeigt (v.l.) Elisabeth Miller, Staatsminister a.D. Josef Miller, Bundestagsabgeordneter Florian Dorn, Bezirkstagspräsident Michael Sailer, Landrats-Kandidatin Verena Winter (CSU), Pfarrer mit Ministranten und am Rednerpult Frau Zehnpfennig-Wöhrle aus Illerbeuren.
Staatsminister a. D. Josef Miller, einer der Ehrengäste, bezeichnete die Hubertusfeier als „Höhepunkt im Jahreslauf der Jägerschaft“ und mahnte in seiner Ansprache zu Besonnenheit in der Diskussion um die geplante Reform des Bayerischen Jagdgesetzes. Er erinnerte an seine 20-jährige politische Erfahrung im Landwirtschaftsministerium: „Anpassungen beim Jagdrecht haben immer wieder intensive Debatten ausgelöst. Entscheidend ist das Ergebnis.“ Josef Millers Rede
Die anwesenden Jägerinnen und Jäger hatten auf ein Gespräch mit Staatsminister Hubert Aiwanger gehofft, der teilnehmen wollte, jedoch verhindert war.
In seiner Rede würdigte Josef Miller die Leistungen der Jägerinnen und Jäger: „Bei uns wird die Jagd überwiegend ehrenamtlich ausgeübt – von Menschen aus ganz unterschiedlichen Berufen, die früh aufstehen, kalte Nächte auf dem Hochsitz verbringen und Verantwortung für Mensch, Tier und Lebensraum übernehmen. Dieses Engagement wird von der Öffentlichkeit oft zu wenig wahrgenommen.“
Angesichts wachsender Herausforderungen – etwa durch die Ausbreitung des Wolfs – werde deutlich, wie unverzichtbar die Rolle der Jägerschaft sei. „Ohne Jäger geht es nicht“, so Miller, der aktuell an einem Buchbeitrag über die Zukunft der Alpwirtschaft im Allgäu arbeitet, in dem der Wolf eine zentrale Rolle spielt.
Abschließend lobte Josef Miller die Kreisgruppe Memmingen für ihr Engagement und die Entwicklung beim Jagdzentrum, das ein Vorzeigeprojekt sei. Josef Millers Appell: „Einigkeit macht kleine Dinge groß – bei Zwietracht verliert man große Dinge. Deshalb sollten wir in der Jägerschaft zusammenstehen.“
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Die Kreisgruppe Memmingen traf sich in Günz zur Hubertusfeier. Bei der Veranstaltung wurden auch Auszeichnungen vergeben. Großes Interesse für die Jagd zeigten die Jungjäger aus dem Landkreis Unterallgäu (Foto oben) aus dem Jahr 2025 mit Kreis-gruppenleiter Andreas Ruepp (ganz rechts) sowie dem Unterallgäuer Landrat Alex Eder (links daneben). Das Foto unten zeigt die Jägerinnen und Jäger, die Ehrenurkun-den für ihre langjährige Mitgliedschaft bei der der Kreisgruppe Unterallgäu erhielten. Auf dem Foto außerdem zu sehen sind Staatsminister a.D. Josef Miller (links) sowie der Kreisgruppenvorsitzende Andreas Ruepp. Foto: Kreisgruppe Memmingen
















