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Herzlichst, Ihr
Josef Miller





 
15.11.2019 | Memminger Zeitung vom 15. November 2019
Mit dem Tod von Dr. Hermann Haisch ist ein begnadeter Politiker und großartiger Mensch von uns gegangen. Er war ein Menschenfreund im wahrsten Sinne des Wortes und ohne Unterschied für alle da.

Dr. Hermann Haisch hat den Landkreis Unterallgäu wesentlich vorangebracht. Der rein agrarisch geprägte Landkreis ist ein starker Agrarstandort geblieben und ein moderner Wirtschaftsstandort geworden, der mit seinen Beschäftigungszahlen an der Spitze der Bundesrepublik Deutschland steht.

Ich habe sehr eng mit ihm zusammengearbeitet und einen guten Freund verloren. Mein Mitgefühl gilt seiner Frau Carla und seinen Kindern Andreas, Tobias und Maxi. Bildquelle: Memminger Zeitung vom 15. November 2019

Josef Miller

Nachruf Mindelheimer Zeitung (mit Bildergalerie)

11.10.2019
Josef Miller (links) spricht sich für Rainer Schaal (rechts) als neuen Unterallgäuer Landrat aus. Unser Foto zeigt beide im Erfahrungsaustausch.
Staatsminister a.D. spricht Empfehlung für die Wahlen im März 2020 aus
Mindelheim/Memmingen. Die Kreisvertreterversammlung der CSU Unterallgäu hat Rainer Schaal (53) zu ihrem Kandidaten für die Landratswahl im März 2020 gekürt. Sehr zur Freude von Staatsminister a.D. Josef Miller.
„Rainer Schaal ist der Richtige. Ich kenne ihn aus verschiedensten Funktionen seiner politischen Tätigkeit. Als Land- und Forstwirtschaftsminister war ich mit ihm durch seine Zuständigkeit für den großen Stadtwald in einem engeren Austausch. In waldbaulichen Fragen der Forstwirtschaft und spezifischen Fragen der Jagd waren mir seine Erfahrungen immer sehr hilfreich“, sagt Miller. 

Dem früheren Bayerischen Landwirtschaftsminister (1998-2008) zufolge sei Schaal ein kompetenter, verlässlicher und integrer Politiker, den er (Miller) schätzen gelernt habe. Miller: „Ich bin fest davon überzeugt, dass Rainer Schaal ein guter Landrat wäre. Dafür spricht seine Persönlichkeit und langjährige politische Erfahrung.“

Die Unterallgäuer Landratswahl soll am 15. März 2020 stattfinden. 

03.10.2019
Foto: privat
Staatsminister a.D. erlebte Mauerfall vor 30 Jahren in Berlin direkt vor Ort
Memmingen/Berlin. Die spannenden Tage im November 1989 erlebte ich hautnah in Berlin mit: Am 10. November 1989, ein Freitag, flog ich von München nach Berlin, um als Vertreter Bayerns an einer Mitgliederversammlung des Vereins der Partnerschaft der Parlamente im Schöneberger Rathaus, damals Sitz des Regierenden Bürgermeisters, teilzunehmen. Bei der Fahrt von Memmingen nach München hörte ich im Autoradio, dass am Abend vorher Ostberliner Bürger in Scharen nach Westberlin gekommen waren. „Bundeskanzler Helmut Kohl unterbricht seine Polen-Reise und kommt von Warschau nach Berlin“, wurde in den Rundfunknachrichten gemeldet.

Nach der Landung in Berlin fuhr ich im Taxi direkt zum Schöneberger Rathaus. Anhänger der Rot-Grünen Regierung in Westberlin pfiffen den Kanzler, der kurz vor mir eingetroffen war, gnadenlos aus. Ich ging an einem Rednerpult mit so vielen Radio- und Fernsehmikrophonen vorbei, wie ich sie zuvor und nachher in meinem Leben nicht mehr gesehen habe.

Ich hatte noch eine Stunde Zeit bis zum Beginn unserer Sitzung und fragte, ob ich in den Saal im ersten Stock gehen könne, in dem sich der Bundeskanzler inzwischen befand. In dem Moment kam Kohl in Begleitung mehrerer Minister und umringt von Journalisten und Kameraleuten aus dem Saal zurück, um zu der  Kundgebung vor dem Schöneberger Rauthaus zu gehen. Da zog mich jemand am Ärmel zu sich: „Josef geh mit! Heute erlebst du einen historischen Tag!“ Es war der damalige Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Ignaz Kiechle, aus Kempten. Mit Kichle, Rupert Scholz (von 1988 bis 1989 Bundesminister der Verteidigung) sowie Regierungssprecher Jonny Klein stand ich hinter dem Rednerpult. Finanzminister Dr. Theo Waigel stand vorne rechts neben dem Bundeskanzler.

Vor mehr als 20.000 Teilnehmern sprachen Berlins regierender Bürgermeister Walter Momper (mit dem roten Schal), Hans Dietrich Genscher, der damalige Außenminister, Willy Brandt und Helmut Kohl. Während der Rede von Außenminister Genscher, schob ihm Momper einen Zettel mit Neuigkeiten zu und Genscher verkündete, dass am nächsten Tag weitere Straßenübergänge geöffnet würden. Daraufhin fielen sich zahlreiche Ost- und Westberliner um den Hals, lachend und weinend vor Freude. Als am Ende der Reden spontan die Nationalhymne gesungen wurde, lief es mir kalt den Rücken hinunter. Ich konnte vor Ergriffenheit am Anfang gar nicht mitsingen.

Unsere Sitzung begann verspätet. Wir waren alle von den Ereignissen so beeindruckt, dass wir die Sitzung nach 20 Minuten beendeten. Zusammen mit Abgeordneten anderer Bundesländer ging ich zu Fuß zum Brandenburger Tor. Auf den Gehsteigen waren eilig Getränkestände aufgebaut worden und überall herrschte Feierstimmung. Die Trabbis fuhren durch das Brandenburger Tor, meist vollbesetzt, häufig mit Kindern.  „Wir sind los, um zu sehen, ob das, was wir in den Nachrichten im Radio und Fernsehen hören, auch stimmt“, sagten die Insassen.

Das Brandenburger Tor und die Mauer waren mit riesigen Scheinwerfern hell angeleuchtet. Es herrschte emsiges Treiben durch die „Mauerspechte“. So wurden später die Menschen genannt, die mit Hämmern Beton oder Putz aus der Mauer schlugen. An anderen Stellen halfen sich die Menschen auf die Mauer zu klettern.

Nachts um 3 Uhr fuhr ich mit dem Taxi zurück ins Hotel und sagte dem Fahrer, dass ich morgen früh um 8 Uhr am Flughafen sein müsste. Worauf er antwortete: „Morgen ist in Berlin die Hölle los. Es ist Samstag und die Ostberliner werden in Scharen nach Westberlin kommen“. Deshalb beschloss ich, bereits um 6 Uhr zum Flughafen zu fahren, um meinen Flieger nicht zu versäumen. In der Dunkelheit sah ich immer wieder Menschenansammlungen vor Gebäuden. Es waren DDR-Bürger, die schon so früh auf die Abholung des Begrüßungsgeldes warteten. Noch in der gleichen Nacht hatte Bürgermeister Momper die Auszahlung eines Begrüßungsgeldes an DDR-Bürger durch Banken und Sparkassen angekündigt. An manchen Bankfilialen sollen bis zu 1000 Menschen gestanden haben.

Im Flugzeug nach München ließ ich das Erlebte noch einmal an meinem geistigen Auge vorbeiziehen. Eines ist mir klar geworden: Menschen, die nie die Mauer mit den Minenfeldern und die Befestigungsanlagen an den Grenzen gesehen haben, können nicht nachvollziehen, was sich in jenen Tagen in Berlin ereignet hat. Umso betroffener stimmt mich, dass 30 Jahre nach dem Mauerfall die Menschen in den neuen Bundesländern, die sich zu DDR-Zeiten so sehr nach Freiheit und Demokratie gesehnt hatten, inzwischen nur noch zu knapp einer Hälfte von ihrem Recht auf freie Wahlen Gebrauch machen. 


27.09.2019
Staatsminister a.D. erinnert sich an Treffen mit Frankreichs Staatspräsidenten

Memmingen/Paris.

Am 26. September verstarb der langjährige französische Staatspräsident (1995 – 2007) Jacques Chirac im Alter von 86 Jahren in Paris.


Staatsminister a.D. Josef Miller erinnert sich im Rückblick an ein kurzes Gespräch mit Chirac, zu dem es bei Millers Besuch am 24./25. Februar 2006 in Paris bei einer Fachmesse kam. Ein Treffen, bei der sich eine humorvolle Geschichte zutrug, in der eine Kuh aus Frickenhausen die Hauptrolle spielte.
 

Rückblick:
Der Bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller erhielt seinerzeit über die französische Botschaft eine Einladung des französischen Landwirtschaftsministers Dominic Bessero zu einem Abendessen nach Paris. Anlass war die Eröffnung der internationalen Agrar- und Ernährungsmesse SIA. Am Abend fand ein Essen des französischen Landwirtschaftsministers mit Kolleginnen und Kollegen aus 20 Ländern statt.

Minister Miller bat seine Mitarbeiter über die Botschaft beim französischen Kollegen vorstellig zu werden und um einen anderen Termin nachzusuchen, bei dem Minister Bessero Zeit für ihn hätte. Der französische Minister antwortete, dass er eineinhalb Stunden vor dem Essen für ein Treffen mit dem Bayerischen Landwirtschaftsminister vorgesehen habe.

Josef Miller nahm daraufhin die Einladung an zu diesem Essen an. Dabei konnte er mit dem Schweizer Landwirtschaftsminister Leuenberger, der auch Verkehrsminister war, über die Elektrifizierung der Eisenbahnlinie Lindau-Geltendorf sprechen, die von der Schweiz mitfinanziert wurde.

Der französische Landwirtschaftsminister lud Josef Miller zum Rundgang bei der Eröffnung der Messe am nächsten Morgen mit Staatspräsident Jacques Chirac ein.

Miller wurde Chirac vorgestellt und er konnte kurz mit ihm sprechen. Minister Bessero sagte, dass bei diesem Rundgang auf den Staatspräsidenten auch besonders deshalb geschaut werde, um zu erfahren, wie viele Schnäpse das französische Staatsoberhaupt trinkt, um daraus Chiracs aktuellen Gesundheitszustand abzuleiten.

Miller ergänzte, dass bei der Fachmesse „Grüne Woche“ in Berlin diese Aufgabe dem ehemaligen Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes, Freiherr Constantin von Heeremann, zufiele. Auch bei ihm werde von der Zahl der getrunkenen Schnäpse auf den Gesundheitszustand geschlossen.

Nach geraumer Zeit verließ Josef Miller die Eröffnungsrunde, um die Rückkehr nach München anzutreten. Bei einem Gang durch die Messehalle lief von hinten eine Kuh am Minister vorbei, der diese mit gekonntem Griff fasste und zum Stehen brachte. Zahlreiche Messebesucher wurden Zeugen dieses Vorfalls, darunter auch Journalisten, die anmerkten, dass die Mitarbeiter des österreichischen Messestandes gegenüber bereits in Deckung gegangen wären, um sich vor der Kuh zu schützen.

Später berichteten Medien, dass die Kuh auf Chirac zugelaufen sei und Miller eine Attacke verhindert habe.

Josef Miller erinnert sich: „Das stimmt aber nicht – das war frei erfunden!“

Richtig ist: Josef Miller musterte die Kuh und stellte fest, dass es sich um ein Prachtexemplar der Braunviehrasse handelt, die im Allgäu zuhause ist. Er ließ deshalb nachfragen, woher die Kuh stammt und erhielt die Antwort: „Von Landwirt Johann Bögle aus  der Unterallgäuer Gemeinde Frickenhausen.“ Worauf Miller, den Journalisten zugewandt, mit einem Augenzwinkern erwiderte: „Das Fangen der Kuh war keine heroische Tat, sondern der Nachweis, dass in Bayern selbst die Kühe den Landwirtschaftsminister kennen.“

Miller weiter: „Ich denke, die Kuh befand sich einfach in einer misslichen Situation auf einer Exportmesse und befürchtete wohl, dass sie ihr künftiges Leben in Afrika oder in Südamerika fristen muss. Sie ist mir womöglich in der Hoffnung nachgelaufen, dass ich sie davor bewahre und mit nach Hause nehme!“

Das war – zum Pech der Kuh aus Frickenhausen – aber leider nicht möglich.

18.09.2019
Josef Miller spricht bei Auszeichnung von politischem Weggefährten und Freund
Memmingen/München. Der Memminger Staatsminister a.D. Josef Miller war einer der Redner bei der Preisverleihung für Joseph Daul, der im Maximilianeum in München den „Montgelas-Preis 2019“ erhalten hat. Daul war einst Vorsitzender des Agrarausschusses im Europäischen Parlament sowie Vorsitzender der EVP-Fraktion und somit Vorgänger des aktuellen EVP-Chefs Manfred Weber.

Miller bezeichnete Daul als einen Menschen, der nicht nur einfach Europäer sei – „Joseph Daul lebt Europa! Ich freue mich deshalb ganz besonders, dass die Montgelas-Gesellschaft den Montgelas-Preis 2019 an Herr Joseph Daul auf meine Initiative hin verleiht. Uns verbindet seit vielen Jahren eine persönliche Freundschaft.“

Eine Episode aus der politischen Vergangenheit von Daul und Miller gibt Auskunft, wie alles begann: Josef Miller wurde einst vom Agrarausschuss des Europäischen Parlaments, dessen Vorsitzender Daul war, eingeladen, um über die Zukunft der Berglandwirtschaft zu sprechen. Nach Millers kurzer Begrüßung meldeten sich vier Abgeordnete zu Wort, die sich allesamt mit demselben Anliegen an Joseph Daul wandten: 
„Herr Vorsitzender wir haben ausgemacht, dass wir nicht alle Agrarminister der EU-Mitgliedsstaaten hier reden lassen. Sie präsentieren uns einen Minister, der nicht einmal ein Bundesminister, sondern ein regionaler Minister aus Bayern ist.“
Darauf erwiderte Daul: „Ich halte mich an die Abmachung. Es kommt nicht in Frage, dass hier Regionalminister sprechen. Wir haben aber auch ausgemacht, dass wir bei der Anhörung von Experten nur die Besten einladen und keine Rücksicht auf ihre Herkunft nehmen. Herr Miller, beginnen Sie mit Ihrem Vortrag.“

Josef Millers ganze Rede lesen + Rede von Manfred Weber

Bildunterschrift: Der Memminger Staatsminister a.D. Josef Miller war einer der Redner bei der Preisverleihung für Joseph Daul, der den „Montgelas-Preis 2019“ erhielt. Unser Foto entstand bei einem privaten Treffen 2017 und zeigt das Ehepaar Daul (links) sowie Elisabeth und Josef Miller. Foto: privat